Neues Forschungsprojekt "Online-Compendium der deutsch-griechischen Verflechtungen"

News vom 01.01.2019

Welche Erfahrungen sammelte ein griechischer Medizinstudent im Leipzig der 1750er Jahre? Wie kam die Bierkultur nach Griechenland? Was tat ein deutscher Exilant im Athen der 1930er Jahre? Hinter dem Titel Online-Compendium der deutsch-griechischen Verflechtungen (ComDeG) verbirgt sich ein Fundus spannender Geschichten über die Menschen, Orte und Institutionen, die Ereignisse, Tätigkeiten und Themen, über die die beiden Sprach- und Kulturräume seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert miteinander verbunden sind.

Das Vorhaben, das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des Deutsch-griechischen Zukunftsfonds finanziert wird, entsteht in Kooperation zwischen dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin und dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen. Als Forschungsnetzwerk und Publikationsplattform zielt das Online-Compendium der deutsch-griechischen Verflechtungen darauf ab, die die vielfältigen Verflechtungen zwischen den griechisch- und deutschsprachigen Kulturräumen seit der Aufklärung im Rahmen der gemeinsamen europäischen Geschichte aufzuzeigen.

Die Spannbreite des zu entstehenden Referenzwerks wird zeitlich vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit, inhaltlich und thematisch von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen bis hin zu wissenschaftlichen und kulturellen Verflechtungen reichen. Strukturiert werden diese Inhalte in Essays zu Mikrogeschichten, Makrovorgängen und Metanarrativen sowie in enzyklopädischen Artikeln.

Die Auftaktveranstaltung "Die Dokumentation der deutsch-griechischen Verflechtungen: Ideen zur Konzeption eines digitalen Referenzwerkes" findet am 1. April 2019, 17:00 - 20:30 Uhr, im Goethe-Institut Athen (Omirou 14-16, 106 72 Athen) statt.

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