Griechenland unter deutscher Besatzung (1941-1944)

27.10.2015
19:00 - 08.12.2015

Ort

Vortragsreihe (in deutscher Sprache)
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Flyer mit Informationen zur Vortragsreihe (PDF). Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Griechenland im Oktober 1940 durch italienische Truppen überfallen. Eine griechische Gegenoffensive drängte die Invasoren zurück. Um dem Achsenpartner Hilfe zu leisten und die südliche Flanke für den geplanten Überfall auf die Sowjetunion zu sichern, befahl Hitler den Angriff auf Griechenland, der am 6. April 1941 erfolgte.

Anfang Juni 1941 war die militärische Besetzung Griechenlands abgeschlossen. Das Staatsgebiet wurde in drei Zonen unter deutscher, italienischer und bulgarischer Besatzung aufgeteilt. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 nahmen deutsche Truppen auch dessen Besatzungszone ein. Insgesamt war die deutsche Besatzungsherrschaft, die auf manchen Inseln bis zur Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 dauerte, blutiger und zerstörerischer als in allen anderen nichtslawischen Ländern. Zu den Opfern gehörten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportierte griechische Juden, Opfer von Vergeltungsmaßnahmen und Massenhinrichtungen, Opfer der Hungersnot im Winter 1941/42 und getötete Geiseln und Gefangene, u.a. des Konzentrationslagers Chaidari/Athen.

Die Stiftung Topographie des Terrors hat gemeinsam mit dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin eine fünfteilige Veranstaltungsreihe konzipiert, die vom 27. Oktober bis zum 8. Dezember 2015 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors stattfindet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Griechenland und Deutschland widmen sich wesentlichen Aspekten der Geschichte Griechenlands in der Zeit der deutschen Besatzungsherrschaft. Auch das Griechenlandbild der Nationalsozialisten gerät in den Blick. Aufgegriffen wird darüber hinaus die Debatte um die Entschädigungsfrage nach 1945, die bis zum heutigen Tage anhält.

PROGRAMM

Dienstag, 27. Oktober 2015, 19 Uhr

Griechenland im Zweiten Weltkrieg
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Vortrag: Prof. Dr. Hagen Fleischer, Athen
Moderation: Prof. Dr. Miltos Pechlivanos, Berlin

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Dienstag, 3. November 2015, 19 Uhr

Okkupation, Widerstand und Kollaboration in Griechenland 1941–1944
Vorträge:
Widerstand und Kollaboration in Griechenland 1941–1944
Dr. Stratos Dordanas, Thessaloniki
Die „Vergeltungsaktion“ der Wehrmacht in Lyngiádes im Oktober 1943
Prof. Dr. Christoph U. Schminck-Gustavus, Bremen
Moderation: Andreas Sander, Berlin

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Dienstag, 24. November 2015, 19 Uhr

Die Verfolgung und Vernichtung der sephardischen Juden Thessalonikis
Vortrag: Prof. Dr. Klaus Kastner, Nürnberg
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

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Dienstag, 1. Dezember 2015, 19 Uhr

Hitler und das Griechentum
Vortrag: Prof. Dr. Alexander Demandt, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Martin Vöhler, Thessaloniki

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 19 Uhr

Kriegs- und NS-Verbrechen in Griechenland. Die Entschädigungsfrage nach 1945
Podiumsdiskussion:
Botschafter a.D. Frank Elbe, Bonn
Dr. Gabriella Etmektsoglou, Berlin
Prof. Dr. Hagen Fleischer, Athen
Dr. Anestis Nessou, Wuppertal
Moderation: Harald Asel, Berlin

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Zeit & Ort

27.10.2015, 19:00 - 08.12.2015


Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin