Der Widerstand gegen die Diktatur der Obristen (1967–1974) in Deutschland (18.-19. November 2016)

Symposium der Vereinigung der deutsch-griechischen Gesellschaften (VDGG) zum Thema: "Der Widerstand gegen die Diktatur der Obristen (1967–1974) in Deutschland. Beispiel für einen solidarischen Kampf der griechischen und deutschen Demokraten" (Hannover, 18.–19. November 2016)

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Grußworte zum Symposium

Markus Römer, Bezirksleiter des IGBCE Bezirk Hannover, Dekan Hans-Martin Heinemann, Stadtsuperintendent des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover, Gerassimos Frangoulakis, Archimandrit der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland (gedolmetscht von Anastasios Eleftheriadis, Vorsitzender Philea e.V. – Philhellenische Gesellschaft Hannover e.V.) und Dr. Sigrid Skarpelis-Sperk, Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften (VDGG), geben einen Einblick in die Thematik des Symposiums und begrüßen die Tagungsteilnehmer.

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Die „vielschichtige Tragödie“ der griechischen Militärdiktatur

Was lässt sich heute aus der Geschichte der griechischen Militärdiktatur und des gemeinsamen griechisch-deutschen Widerstandes lernen? S.E. Theodoros Daskarolis, Botschafter der Hellenischen Republik in der BRD (Berlin), erläutert die „vielschichtige Tragödie“ der griechischen Militärdiktatur sowie ihre bis in die Gegenwart reichenden gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen.

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Willy Brandt und der griechische Widerstand

Konkrete Hilfe durch diskrete Aktionen: Auf der Grundlage von offiziellen Äußerungen und Dokumenten aus dem Nachlass Willy Brandts würdigt Dr. Bernd Rother, stellvertretender Geschäftsführer der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung (Berlin), die politischen Leistungen des ehemaligen Bundeskanzlers im Kampf gegen die griechische Obristendikatur.

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Reaktionen Deutschlands auf den Militärputsch

Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister a.D. der Landeshauptstadt Hannover und damaliger Vorsitzender der Jungsozialisten, erinnert sich an den griechischen Militärputsch von 1967 und berichtet von den politischen und gesellschaftlichen Reaktionen, die durch dieses Ereignis hervorgerufen wurden.

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Die griechischen Widerstandsorganisationen in Deutschland am Beispiel der Patriotischen Antidiktatorischen Front (PAM) und der Panhellenischen Befreiungsbewegung (PAK)

„Veteran werde ich niemals!“ Prof. Dr. Dr. Georgios Tsiakalos, ehem. führendes Mitglied der deutschen Sektion der PAM und des Verbandes Griechischer Studenten in Europa, und Dr. Konstantinos Makropoulos (NCSR “Demokritos”), Gründer der Panhellenischen Befreiungsbewegung (PAK) in Aachen, erzählen von ihren Erfahrungen im griechischen Widerstand und der Bedeutung Deutschlands als Zentrum ihrer Aktivitäten.

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Unter dem Damoklesschwert der Zensur: die Rolle der Medien für die Information der Menschen in Deutschland und in Griechenland

Pantelis Pantelouris (Hamburg), ehem. Kulturattaché der Botschaft der Hellenischen Republik in der BRD, berichtet von der Gleichschaltung der griechischen Medienlandschaft im Anschluss an den Militärputsch und die zwiespältige Rolle der deutschen Medien in der Berichterstattung über das Griechenland der Obristen.

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Die Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien am Beispiel der Deutschen Welle und des Bayerischen Rundfunks

„Es geht darum, was du jetzt sagst.“ Dr. Danae Coulmas (Köln), ehem. Redakteurin der Deutschen Welle und Kulturattaché der Botschaft der Hellenischen Republik in der BRD, sowie Eleni Torossi (München), Buchautorin und ehem. Redakteurin des Bayerischen Rundfunks, berichten über ihre Arbeit in den griechischen Programmen der beiden Sender und heben deren Bedeutung für den Widerstand gegen die Obristenherrschaft hervor.

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Die Rolle der Gewerkschaften

Auf der Grundlage von Archivdokumenten und eigenen Erfahrungen erläutert Horst Schmitthenner (Niedernhausen), ehem. Vorstandsmitglied der IG Metall, die Voraussetzungen und Bedingungen der deutschen Solidarität mit dem Widerstand gegen die griechische Militärjunta und gibt einen Einblick in die diesbezüglichen Tätigkeiten seitens der deutschen Gewerkschaften.

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Die Rolle der VDGG und der Diakonie

Günther Leußler (Mülheim an der Ruhr), Geschäftsführer der VDGG, gibt Einblicke in das politische Engagement und den nicht immer einheitlichen Umgang der deutsch-griechischen Gesellschaften Deutschlands mit der Herausforderung der griechischen Obristenherrschaft. Ioanna Zacharaki (Düsseldorf), Referentin der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, berichtet in diesem Zusammenhang über die sozialen Aufgaben und die politisch-kulturelle Bildungsarbeit ihrer Einrichtung.

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Die Junta und die deutsche Studentenbewegung, die 68er, Kunst und Kultur

„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ Dr. Manuel Gogos (Bonn), freier Autor und Ausstellungsmacher mit der Agentur für Geistige Gastarbeit, erläutert die Bedeutung der griechischen Obristenherrschaft im Diskurs der deutschen Studentenbewegung von 1968 und berichtet in diesem Zusammenhang von einem aktuellen Ausstellungsprojekt zur Geschichte der griechischen Gastarbeiter in Deutschland.

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Krisenzeiten – Erinnerungen und Chance für einen Neuanfang

Dr. Sigrid Skarpelis-Sperk, Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften (VDGG), Prof. Dr. Dr. Georgios Tsiakalos, Professor für Pädagogik an der Aristoteles-Universität Thessaloniki, Prof. Dr. Konstantinos Makropolos, Direktor des Instituts für Angewandte Technologien (NCSR “Demokritos”), Theodoros Daskarolis, Botschafter der Hellenischen Republik in der BRD und Prof. Dr. Friedhelm Boll, Professor für Moderne Geschichte an der Universität Kassel, nehmen die Krisenzeit der griechischen Militärjunta zum Anlass, um die aktuelle Krise in Griechenland und im deutsch-griechischen Verhältnis und mögliche Auswege aus den damit verbundenen Problemen zu diskutieren.