Sommersemester 2018

01.04.2018

LesArten: deutsch-griechisches Literaturfestival

Vom 24. bis zum 26. Mai 2018 Mai findet in Athen das deutsch-griechische Literaturfestival LesArten statt. Die Edition Romiosini des CeMoG ist einer der Kooperationspartner dieses Festivals, das vom Fachbereich für deutsche Sprache und Literatur der Universität Athen in Zusammenarbeit mit dem DAAD und dem Vision Network Athens organisiert wird. Das Festival findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Athen Weltbuchhauptstadt 2018“ statt.

LesArten bietet ein umfangreiches Programm rund um das Buch, um die vielfältigen deutsch-griechischen Literaturbeziehungen näher ins Blickfeld zu rücken und um aktuelle Fragen der Literatur - deren Möglichkeiten und Rahmenbedingungen - zu diskutieren. Die Veranstaltungen sind offen für alle Literaturinteressierten und finden auf Griechisch (oder mit griechischer Übersetzung) statt. Veranstaltungsort ist das Hauptgebäude der Universität Athen (Panepistimiou 30).

Der Autor, Übersetzer und Mitarbeiter des Lehrstuhls für Neogräzistik Christos Asteriou wird die vierjährige Arbeit der Edition Romiosini präsentieren und über zukünftige Projekte sprechen.

:: Programm

23.04.2018: Präsentation des Zeitzeugenarchivs "Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland"

Zeitzeugenarchiv: Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Zeitzeugenarchiv: Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Das Projekt Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland bewahrt das Gedächtnis griechischer Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der deutschen Besetzung Griechenlands während des Nationalsozialismus. Ihre Berichte werden aufge­nommen, wissenschaftlich aufbereitet und auf einer Online-Plattform bereitge­stellt. Das neue Online-Zeitzeugenarchiv enthält 90 lebensgeschichtliche Video-Interviews, Transkripte, Fotos, Dokumente und weitere Begleitmaterialien.Das Projekt ist am Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin angesiedelt und wurde in Kooperation mit der Nationalen Kapodistrias-Universität Athen umge­setzt. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, die Stavros Niarchos Foundation, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft sowie die Freie Universität Berlin finanzierten das Vorhaben.

Am Montag, dem 23. April 2018, 15:00 - 17:00 Uhr, wird das Online-Zeitzeugenarchiv im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, sowie Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter werden das internationale Oral-History-Projekt Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland und das Online-Archiv präsentieren. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit den Zeitzeugen Efstathios Chaitidis und Argyris Sfountouris statt.

Aufgrund beschränkter Plätze wird um eine zeitnahe Anmeldung gebeten.

PROGRAMM Offizielle Begrüßung
  • Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
  • Michael Roth, Staatsminister für Europa, Auswärtiges Amt
  • Repräsentant der griechischen Regierung (angefragt)
  • Prof. Dr. Klaus Hoffmann-Holland, Vizepräsident, Freie Universität Berlin
  • Christina Lambropoulou, Finanzvorstand, Stavros Niarchos Foundation
Präsentation des Projekts
  • Georgios Pappas, Journalist, Korrespondent des Griechischen Rundfunks und Fernsehens ERT in Deutschland, Moderation
  • Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos, Freie Universität Berlin, Projektleiter
  • Prof. Dr. Hagen Fleischer, Nationale und Kapodistrias-Universität Athen, wissenschaftlicher Projektleiter
Präsentation des Online-Archivs und Gespräch mit den Zeitzeugen Efstathios Chaitidis und Argyris Sfountouris

Im Anschluss hat das Publikum Gelegenheit, eine individuelle Recherche im Online-Archiv durchzuführen.

21.09: "Humanity Amongst Horror. New Zealand's Expression of Gratitude for Greek Civilian Assistance During the Second World War" Seminar with Dr. Martyn Brown

The Freie Universität Berlin is one of the sponsors of the digital archive Memories of the Occupation in Greece Project. It collects, organises and makes accessible the personal memories of Greeks who endured the Axis occupation of 1941-1944. But there is a related story that involves a country on the other side of the word. New Zealand society has a special emotional place for the ordinary Greeks and Cretans who helped their soldiers evade capture or escape from enemy-occupied Greece. In public venues, official and family pilgrimages to Greece and Crete, commemoration, and publications, both this assistance and the cost to the civilians through executions and burning of villages, has been evident in New Zealand since the Second World War.

But what practical help was New Zealand able, or willing to alleviate the wartime and post-war suffering of the Greeks and Cretans with whom it professed to have a special relationship with? The actual history of New Zealand assistance is often one of conflict within New Zealand society. This seminar looks at the aspirations and limits of that humanitarian aid also with the added complications of Anglo–Greek relations and ongoing turbulent Greek civil conflict.

Seminar with Dr. Martyn Brown
Date: September 21st 2018, 10:00
Venue: Center for Digital Systems, Conference Room, Garystraße 39, 14195 Berlin (Map)

Dr. Martyn Brown is an Honorary Research Fellow with the School of Historical and Philosophical Inquiry, University of Queensland, Australia. He has investigated the New Zealand-Wartime Connection for over 10 years. His findings have been published in academic journals and the popular press. He has also been a guest for extended interviews by community Greek radio stations in the UK and Australia. Most recently, Dr. Brown has researched, written and co-produced a radio documentary/podcast on the free Greek military uprising of April 1944.

Konzert mit Maria Farantouri und Taner Akyol am 3. Mai 2018

Im Rahmen des internationalen Tages der Pressefreiheit findet am Donnerstag, dem 3. Mai 2018, 20 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie ein Konzert mit Maria Farantouri und Taner Akyol statt. Der Dirigent Symeon Ioannidis leitet das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt.

  • Maria Farantouri, Gesang
  • Taner Akyol, Komposition, Bağlama und Gesang
  • Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
  • Symeon Ioannidis, Dirigent

Weitere Informationen sowie Veranstalter/Kartenverkauf: Kabak & Lin

27.06.2018: Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms "Wie Bojen im Meer"

Am 27. Juni 2018 findet um 20:00 Uhr im Theater/Kino O-Tonart in Berlin Schöneberg eine Vorführung der ausgezeichneten Dokumentarproduktion Wie Bojen im Meer (D 2010/2016, 92 Min., Griechisch, Deutsche mit engl. UT) statt. Im Dokumentarfilm folgt die Regisseurin Stella Nikoletta Drossa eine Clique von fünf Frauen um die 30 in Thessaloniki. Sie alle sind als Töchter griechischer Gastarbeiter in Deutschland in die Heimat ihrer Eltern gezogen. Inmitten einer unter den Lasten der Wirtschaftskrise auseinanderbrechenden Gesellschaft, müssen auch sie an ihre Grenzen und darüber hinausgehen. Einige sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und migrieren nach Deutschland, finden aber dort nicht das Leben, das sie sich erhofft haben. Andere kämpfen mit persönlichen Krisen und Schicksalsschlägen. Dabei allgegenwärtig ist die Krise und ihre zerstörerische Kraft.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird ein Bühnengespräch zwischen Andreas Deffner und Stella Nikoletta Drossa stattfinden. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Griechischen Kulturstiftung Berlin.

Theater O-TonArt
Kulmer Str. 20A, Berlin

Diskussion am 21.06.2018: Should I stay or should I go?

Im Rahmen der Gerechtigkeitswoche 2018 veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag, dem 21. Juni 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr eine Diskussion mit jungen Griech*innen in Berlin über das Phänomen des Brain-Drain. Seit 2009 herrscht in Griechenland Dauerkrise. Über eine halbe Millionen junger Griech_innen haben ihr Heimatland verlassen – vor allem die am besten Ausgebildeten gehen dem heimischen Arbeitsmarkt verloren. Die Abwanderung der Jugend ist eine immense Hypothek für die zukünftige Entwicklung des Landes, weit über die akuten Gefahren der Krise hinaus.

Ioanna Kryona (Moderatorin) wird mit Marianna Skylakaki (Gründerin und Chefredakteurin des Newsblogs www.a8inea.com), Stevi Kitsou (Anwältin für Menschenrechte und Aktivistin bei Golden Dawn Watch), Panagiotis Iliopoulos (Pianist und Performer) und Antonis Ekizos (Doktorand Biomechanik an der HU Berlin) über folgende Fragen Diskutieren: Was sind ihre Hoffnungen und Erwartungen? Und wie kommt das Krisenland von einem „Brain-Drain“ wieder zu einem „Brain-Gain“?

Ort: Raum 6.01, Haus 2 der Friedrich Ebert Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin

Teilnehmer*innen registrieren sich bitte bis zum 14.06.2018 auf der Seite der FES.

Europäische Kulturtage (9.8-9.9.2018): Thessaloniki. Facetten einer Stadt

Jeden Sommer lädt das Museum Europäischer Kulturen (MEK) vom 9. August bis zum 9. September 2018 zu den Europäischen Kulturtagen. 2018 steht die griechische Stadt Thessaloniki im Fokus. Die Melange von Orient und Okzident und das rege, engagierte gesellschaftliche Leben machen ihre besondere
Anziehung aus. Ebenso ist Thessaloniki seit jeher Ankunfts- und Abschiedsort für viele Menschen: Bis heute hat die Stadt zahlreiche Ein- und Auswanderungen erlebt.
Die Fotoausstellung des Thessaloniki Museum of Photography (ThMP), »Looking at time through moments: photographs 1900–2017« im Museum Europäischer Kulturen, kuratiert von Hercules Papaioannou, Direktor des ThMP, greift dieses und viele andere Themen auf. Die Werke gewähren Einblicke in das Leben der Stadt von 1900 bis heute. Historische Aufnahmen zeigen Ereignisse, die für die Stadt und ihre Bewohner bedeutend waren. Sie spiegeln, wie die Arbeiten zeitgenössischer Fotografen, den urbanen Alltag wider.

Ein begleitendes Veranstaltungsprogramm vertieft die Aussagen der Bilder. Dabei werden vor allem aktuelle Fragen gestellt, z.B. wie sich Thessaloniki der griechischen Staatskrise gestellt hat und welche kreativen Wege die Menschen gefunden haben, mit ihr umzugehen. Verschiedene Veranstaltungsformate wie Lesungen, Performances, Vorträge, Konzerte und Gespräche vertiefen die Aussagen der Bilder. Schließlich lassen die für Thessaloniki typischen musikalischen und kulinarischen Genüsse die vier Wochen im Sommer zu einem besonderen Erlebnis werden.

Die »Europäischen Kulturtage: Thessaloniki | Facetten einer Stadt« sind ein Projekt des MEK in Kooperation mit der Botschaft von Griechenland in Deutschland, dem Thessaloniki Museum of Photography, der Heinrich-Böll-Stiftung in Thessaloniki, dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin, Hellas Filmbox, dem Verein „Respekt für Griechenland e.V.“ und den griechischen Communities in Berlin.

Vortrag von Zafos Xagoraris am 30.05: The Gate and the Marquee: Apparitions Flying Towards the Future

Im Rahmen der Ringvorlesung "Techniken des Displacements in künstlerischer und kuratorischer Praxis" (TU Berlin, 9. Mai - 11. Juli 2018) wird Zafos Xagoraris (Athens School of Fine Arts) am 30. Mai 2018 um 18:00 Uhr einen Vortrag (in englischer Sprache) halten zum Thema

The Gate and the Marquee: Apparitions Flying Towards the Future

Der Vortrag findet im Hörsaal A 053 der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 150/152 (Architekturgebäude) statt. Konzept & Organisation der Ringvorlesung: Prof. Dr. Eleonora Vratskidou

Abstract

When we describe or encounter a person, an event, an image or a voice of the past, there is always a supernatural feeling of animating something dead and at the same time mystifying today’s reality. This feeling could be described by two outdoor, sound installations and their related historical events.

In 2016, “The Performance”, NEON city project, consisted of a reconstructed marquee of the historical theatrical play “Our Great Circus” from the ‘70s, during the Greek military dictatorship, while “The Welcoming Gate” was the reconstruction of the gate of a camp for prisoners of war in the German city of Goerlitz, during the First World War (documenta14, Kassel, 2017).

Some historical events are important for us, since they are able to answer urgent questions. Their ghosts are flying from the past towards our future, while at the same time we are able to see their moving, blurred images floating in the sky.

Online-Zeitschrift der Gesellschaft der Griechischen AutorInnen in Deutschland

An alle Kulturinteressierten und Griechenlandfreunde: Die 2006 gegründete Gesellschaft der Griechischen AutorInnen in Deutschland schuf mit ihren über 60 aktiven Mitgliedern eine literarische Plattform „auf der alle Menschen Platz finden, die sich mit der Literatur der Griechen in Deutschland beschäftigen oder sich dafür interessieren.“ Ein neues Projekt bildet die erst kürzlich erschienene Literaturzeitschrift LOGOGRAPHIA. Das erste Heft ist in elektronischer Form auf der Webseite der GGA-BRD zu lesen. Das Ziel der Zeitschrift ist es, der interessierten Leserschaft Werke griechischer AutorInnen in Deutschland, Interviews und Wichtiges zu Theater und Musik näherzubringen.

05.07.2018: Berlinxcalling.com Public Launch

Am Donnerstag, dem 5. Juli 2018 um 19:00 Uhr feiert die Webseite berlinxcalling.com zum Anlass der Vereinsgründung ihren Geburtstag im Banjaluka am Schlesischen Tor (Falckensteinstr.1, 10997 Berlin). Die digitale Plattform wurde 2017 ins Leben gerufen und wendet sich mit einem umfassenden Informationsangebot zunächst an griechischsprachige Einwohner*innen und Tourist*innen der Stadt. Die Webseite bietet einen kompakten Survival Guide für Neuankömmlinge, Informationen zum kulturellen Angebot Berlins und originelle Inhalte wie z.B. das "deutsche Wort der Woche" und ein deutsch-griechisches Begriffslexikon an. Ziel der Plattform ist es, hilfsreiche Informationen für den Alltag in Berlin in griechischer Sprache bereitzustellen. Betreiber*innen der Plattform sind engagierte junge Leute, die in den letzten Jahren nach Berlin gezogen sind, gerne die Stadt erforschen und darüber schreiben.

:: Weitere Informationen und Einladung

30.09.2018: Tag des Griechischen Buches

Am Sonntag den 30. September 2018 findet zum zweiten Mal der Tag des Griechischen Buches Berlin statt. Ab 10 Uhr gibt es in der Taverna NOTOS (Vorbergstraße 10, 10823 Berlin) eine Buchausstellung von über 1.500 Büchern griechischer und anderen ausländischen AutorInnen.

Um 18 Uhr wird der Schriftsteller Yiannis Xanthoulis sein Buch Ich, Simos Simeon vorstellen und mit dem Publikum sprechen. Das Gespräch wird moderiert von Frau Patzig-Tyrpenou des griechischen Lesezirkels Berlin.

Der Tag des Griechischen Buches Berlin geschieht unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft in Berlin mit Beiträgen von dem ithAKT-Theaterteam, dem Dioptra-Verlag und dem Takisilias-Buchladen sowie mit der freundlichen Unterstützung der Griechischen Gemeinschaft Berlin, Verein Griechische Akademiker in Berlin und Brandenburg e.V und des griechischen Lesezirkels Berlin.

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