Neuerscheinungen Winter/Frühjahr 2015-2016

08.06.2016

Stratis Tsirkas — Steuerlose Städte 1: Der Club

Stratis Tsirkas: Steuerlose Städte - 1: Der Club

Stratis Tsirkas: Steuerlose Städte - 1: Der Club

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Jerusalem, Kairo und Alexandria, drei Städte im Kriegszustand, sind die Schauplätze der drei Romane Der Club, Ariagni, Die Fledermaus, die zu den wichtigsten Werken der neugriechischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehören. Mit seinem als work in progress verfassten Hauptwerk verfolgte Tsirkas das Ziel, das historische Versagen der Revolte von April 1944 zu verteidigen, auf die „die freie Welt keinen Grund hat, stolz zu sein, und die Historiker gerne vertuschen“ (René Etiemble).
Im Zentrum der Trilogie steht Manos Simonidis, ein griechischer Offizier und jungintellektueller Schriftsteller. Mitten im Krieg und im kulturellen und ideologischen Schmelztiegel des Nahen Ostens versucht er, der Dekadenz der Vorkriegswelt zu entgehen und sich von der ideologischen Starre seiner Parteifreunde zu distanzieren. Zweifel, Verluste, Freundschaft und Abneigung sowie die Liebe zu zwei Frauen begleiten seinen Weg bis in den griechische Bürgerkrieg hinein.
Die drei Romane vermitteln die europäische Moderne nach Griechenland. Zugleich steht Tsirkas‘ Trilogie in intertextuellem Dialog mit der Poesie von Kavafis und Seferis. Er erschafft einen polyphonen narrativen Kosmos, ein System vielfältiger Stimmen und Perspektiven.

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Stratis Tsirkas — Steuerlose Städte 2: Ariagni

Stratis Tsirkas: Steuerlose Städte - 2: Ariagni

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Ganz im Gegensatz zu Lawrence Durrell und auch zu E. M. Forster schreibt Tsirkas ohne jeden ›Orientalismus‹. Er hat ein hoch entwickeltes Sensorium für die Ägypter und einen akuten Sinn für all das, was das östliche Mittelmeer ausmacht: Licht, Farben, Gerüche, die Architektur der alten Städte, die selbstverständliche Gastfreundschaft in den Cafés, auch arabisches Laissez-faire, Bedächtigkeit im Vergleich zur ›griechischen Hektik‹.
Im zweiten Teil der Romantrilogie "Steuerlose Städte" legt Tsirkas in den Mund der Griechin Ariagni die eigenen späteren Erfahrungen. Nach der Verstaatlichung der Gerberei wird er 1963 zur Emigration gezwungen, muss Alexandria, die Stadt, in der er vierundzwanzig Jahre ohne Unterbrechung gelebt hatte, verlassen und verbringt die letzten sechzehn Jahre seines Lebens in Athen.

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Stratis Tsirkas — Steuerlose Städte 3: Die Fledermaus

Stratis Tsirkas: Steuerlose Städte - 3: Die Fledermaus

Stratis Tsirkas: Steuerlose Städte - 3: Die Fledermaus

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Übersetzung aus dem Griechischen von Gerhard Blümlein.

Dem dritten Buch seiner Romantrilogie "Steuerlose Städte" stellt Tsirkas ein Zitat von Friedrich Engels als Motto voran: »es sind also unzählige einander durchkreuzende Kräfte, eine unendliche Gruppe von Kräfteparallelogrammen, daraus eine Resultante – das geschichtliche Ergebnis – hervorgeht, die selbst wieder als das Produkt einer als Ganzes bewusstlos und willenlos wirkenden Macht angesehen werden kann. Denn was jeder Einzelne will, wird von jedem anderen verhindert, und was herauskommt, ist etwas, das keiner gewollt hat.«
Immer wenn sich das Netz von Intrige und Verschwörung enger zusammenzieht – wenn Griechen Griechen bekämpfen, rivalisierende linke Gruppierungen sich gegenseitig unterminieren, wenn die Briten versuchen, alles zu manipulieren und alle gegen alle auszuspielen – befindet sich der Protagonist Manos im Zentrum des klassischen Dilemmas des Intellektuellen im 20. Jahrhundert: zu wählen zwischen den Impulsen des Humanismus und dem brutalen Diktat der ideologischen Orthodoxie.

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Stratis Myrivillis: Das Leben im Grabe

Stratis Myrivilis: Das Leben im Grabe

Stratis Myrivilis: Das Leben im Grabe

Übersetzung aus dem Griechischen von Ulf-Dieter Klemm.

Übersetzung aus dem Griechischen von Ulf-Dieter Klemm.

Der junge Antonis Kostoulas zieht als Freiwilliger an die Balkanfront des Ersten Weltkrieges. Doch seine anfängliche Begeisterung weicht schnell Ernüchterung und Entsetzen. Seine Gedanken, Erfahrungen, Erinnerungen und Sehnsüchte schildert er in Form von Tagebucheinträgen in 57 Tableaus voller Ironie, Brutalität und Poesie.

Das Leben im Grabe, zum ersten Mal 1924 auf Lesbos erschienen, ist ein Antikriegs-Monument und eine Hymne an die Humanität zugleich. Das monotone Leben und die Brutalität der Kämpfe des Ersten Weltkrieges, unterbrochen von lyrischen Erinnerungen an das Leben auf der nordägäischen Insel, bilden ein dramatisches Panoptikum von Krieg und Frieden.

Der Roman von Stratis Myrivilis steht in einer Reihe mit den antimilitaristischen Werken von Barbusse und Remarque und wurde durch die faschistische Diktatur 1936 sowie während der deutschen Besatzung Griechenlands verboten. Mittlerweile gehört er zum Kanon der neugriechischen Literatur und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Dido Sotiriou: Lebewohl, Anatolien

Dido Sotiriou: Lebewohl, Anatolien

Dido Sotiriou: Lebewohl, Anatolien

Übersetzung aus dem Griechischen von Inge van Meerendonk.

Übersetzung aus dem Griechischen von Inge van Meerendonk.

Manolis Axiotis ist ein junger Mann, patent, ehrlich und direkt. Er ist Christ und Grieche, aber Türkisch ist seine zweite Muttersprache, sein bester Freund ein Türke. Als ihn sein Vater nach Izmir schickt, um bei einem griechischen Händler in die Lehre zu gehen, wird ihm klar, dass es Betrüger oder ehrliche Menschen gibt, unabhängig davon, ob sie Christen oder Moslems sind. Doch die Zeitumstände sind ungünstig: Der Erste Weltkrieg kommt, das Osmanische Reich zerfällt, in Kleinasien soll ein türkischer Nationalstaat entstehen.

Der sowohl in Griechenland wie in der Türkei beliebte Roman von Dido Sotiriou, einer osmanischen Griechin aus Anatolien, analysiert eine pathologische Entwicklung der Geschichte: Wie kommt es in einer multikulturellen Gesellschaft zu ethnisch und religiös bedingtem Hass, zu Flucht und Vertreibung? Wie schmal ist der Grat zwischen der Zivilisation und der Barbarei? Nach der Lektüre dieses Buches, das von den Lebensstationen eines osmanischen Griechen in Anatolien erzählt, weiß man: Ob in Kleinasien, auf dem Balkan, im Nahen Osten oder anderswo, die Mechanismen gleichen sich überall.

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Sotiris Dimitriou: Lass es dir gut gehen

Sotiris Dimitriou: Lass es dir gut gehen

Sotiris Dimitriou: Lass es dir gut gehen

Übersetzung aus dem Griechischen von Birgit Hildebrand. Mit einem Vorwort von Maria Margaronis und einem Nachwort der Übersetzerin

Übersetzung aus dem Griechischen von Birgit Hildebrand. Mit einem Vorwort von Maria Margaronis und einem Nachwort der Übersetzerin

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verlassen Alexo und ihre jüngste Schwester Sofia ihr griechisches Dorf an der albanischen Grenze, um nach Nahrung zu suchen. Doch die Jüngere schafft den Rückweg nicht und muss bei Verwandten in einem Nachbardorf überwintern. Kurz darauf wird sie durch die Schließung der Grenze zwischen Griechenland und Albanien für immer von ihrer Familie getrennt.

Fast vierzig Jahre später kann sich ihr Enkel mit vielen weiteren Flüchtlingen illegal nach Griechenland retten: Verschneite Berge, Grenzsoldaten und aufgebrachte Bauern sind die ersten Hindernisse dieser beschwerlichen Reise, finanzielle Ausbeutung und soziale Abgrenzung erwarten sie später in Athen. Den einzigen Hoffnungsschimmer finden sie in dem jungen Mann, der sie freundlich anspricht und ihnen Bustickets schenkt...

Der Roman von Sotiris Dimitriou aus dem Jahr 1993 beschreibt das aktuelle Flüchtlingsdrama ebenso wie das Leben dreier Generationen zwischen den Grenzen zweier Welten.

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Griechenland erlesen in der Online-Bibliothek

Die Edition Romiosini ist ein Projekt des Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) und veröffentlicht griechische und griechenlandbezogene Literatur (BelletristikSachbuch und Fachliteratur) in deutscher Sprache. Alle Veröffentlichungen der Edition Romiosini finden Sie in der digitalen Bibliothek www.edition-romiosini.de finden; dort können Sie sich einmalig registrieren und die Titel der gesamten Bibliothek online Lesen, sie können aber auch ohne Registrierung einzelne Titel als gebundene Bücher oder E-Books erwerben. Unsere Titel können selbstverständlich auch bei jeder Buchhandlung sowie bei den bekannten Onlinehändlern bestellt und erworben werden.