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#Rückschau

17.07.2020

Olympos-Brauerei (Bildquelle: Rena Molho & Vilma Hastaoglou-Martinidis, Jüdische Orte in Thessaloniki. Ein historischer Rundgang, Berlin, Edition Romiosini, 2016, S. 26.)

Olympos-Brauerei (Bildquelle: Rena Molho & Vilma Hastaoglou-Martinidis, Jüdische Orte in Thessaloniki. Ein historischer Rundgang, Berlin, Edition Romiosini, 2016, S. 26.)

Den Auftakt unserer Veranstaltungen im Jahr 2020 bildete am 24. Januar ein Vortrag mit anschließender Diskussion von und mit Dr. Andreas Poltermann zu dem Thema Salonika - das vergessene und wiederentdeckte "Jerusalem des Balkans". Thessaloniki war über 400 Jahre lang eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens. Nach Krieg und Bürgerkrieg wollte sich die Stadtgesellschaft Thessalonikis nicht mehr an den jüdischen Teil ihrer Vergangenheit erinnern. Das ist heute anders. Seit nunmehr 20 Jahren wird um die Erinnerung an das jüdische Salonika gerungen.

Unsere zweite Veranstaltung im Frühjahr widmete sich am 13. Februar der literarischen Sprache. In der von Christos Asteriou moderierten Podiumsdiskussion mit Maria Topali, Jannis Doukas und Dimosthenis Papamarkos ging es um die Sprache als lebendigen Organismus und die Sprachebenen, die in der zeitgenössischen griechischen Literatur herausstechen. Anlässlich des Internationalen Tages der Griechischen Sprache diskutierten die drei AutorInnen miteinander und mit dem Publikum über Traditionen, Grenzen und Möglichkeiten der griechischen Sprache. 

Το Κέντρο Νέου Ελληνισμού (CeMoG) εγκαινίασε το έτος 2020 με μια ιστορική και μια λογοτεχνική εκδήλωση: στις 24 Ιανουαρίου (3 μέρες πριν από τη Διεθνή Ημέρα για το Ολοκαύτωμα) ο Andreas Poltermann μίλησε για την εβραϊκή ιστορία της Θεσσαλονίκης, της σχεδόν ολοκληρωτικής της εξόντωσης και του αντισημιτισμού, καθώς και για την ανάδειξη αυτών των πτυχών τα τελευταία χρόνια, ύστερα από μια μακρά περίοδο αποσιώπησης. Με αφορμή τη Διεθνή Ημέρα Ελληνικής Γλώσσας και σε συνεργασία με την Πρεσβεία της Ελλάδος στο Βερολίνο το CeMoG οργάνωσε στις 13 Φεβρουαρίου μια συζήτηση με τους συγγραφείς Μαρία Τοπάλη, Γιάννη Δούκα και Δημοσθένη Παπαμάρκο για τη γλώσσα της λογοτεχνίας. Τη συζήτηση την συντόνισε ο Χρήστος Αστερίου.

24.01.2020: Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Andreas Poltermann (Berlin)

Salonika, Selânik, Solun, Saloniki, Thessaloniki – eine Stadt und viele Namen. Salonika, wie die sephardischen Juden die Stadt im Osmanischen Reich nannten, war über 400 Jahre eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens. Seit dem 19. Jahrhundert war sie sogar eine mehrheitlich jüdische Großstadt. Ihre Integration in den griechischen Staat 1912, ihre Umwandlung von einer osmanisch geprägten in eine modern bürgerliche Stadt, die deutsche Besatzung und der Holocaust haben nahezu alle Spuren jüdischen Lebens beseitigt. Nach Krieg und Bürgerkrieg wollte sich die Stadtgesellschaft Thessalonikis nicht mehr an den jüdischen Teil ihrer Vergangenheit erinnern. Das ist heute anders. Seit nunmehr 20 Jahren wird um die Erinnerung an das jüdische Salonika gerungen. Das Vergessen und der Antisemitismus von damals und heute bleiben nicht länger unwidersprochen.

13.02.2020: Podiumsdiskussion mit Maria Topali, Jannis Doukas und Dimosthenis Papamarkos (Moderation: Christos Asteriou)

Sprache wird als lebendiger Organismus stets erweitert und neu definiert – ob im alltäglichen Gebrauch oder als literarisches Medium. Welche Sprachebenen stechen in der zeitgenössischen griechischen Literatur heraus? Während sich der Lyriker Jannis Doukas traditionellen Formen wie der des Sonetts bedient (auch um deren herkömmliche Grenzen zu erweitern), verzichtet Maria Topali oft auf metrische und klangliche Bindung. Die Prosa- und Drehbuchautoren Dimosthenis Papamarkou und Sofronis Sofroniou schaffen ihre literarische Sprache aus dem arvanitischen oder dem zyprischen Idiom oder lassen sich vom modernen Slang inspirieren.

Anlässlich des Internationalen Tages der Griechischen Sprache diskutierτen die drei AutorInnen miteinander und mit dem Publikum über Traditionen, Grenzen und Möglichkeiten der griechischen Sprache. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Hellenischen Republik in Deutschland statt.