"Militante Neonazis in Deutschland und Griechenland" (24.4.2015, Urania)

News vom 25.03.2015

Die Diskussion über strukturellen Rassismus der Polizeibehörden bei den Ermittlungen zur NSU-Mord­serie und die verhängnisvolle Beziehung zwischen Geheimdiensten und neonazistischen Strukturen durch sogenannte V-Leute ist bislang vorwiegend aus deutscher Perspektive geführt worden. Die Veranstaltungsreihe «Insight NSU» schließt diese Lücke und blickt nach Europa.

Derzeit bereitet die griechische Justiz ein Verfahren gegen die neofaschistische Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) vor. Insgesamt 69 Parteimitgliedern wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben, um mit Überfällen, Schutzgelderpressungen und Morden ihre politischen Ziele zu erreichen. Offensichtlich gab es auch in Griechenland eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden und Neofaschisten.

Am 24. April 2015 organiert NSU-Watch in Zusammenarbeit mit dem Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV), Rosa Luxemburg-, Heinrich Böll- und der Holtfort-Stiftung eine Diskussionsveranstaltung (in englischer Sprache mit Simultanübersetzung) zum Thema: "Militante Neonazis in Deutschland und Griechenland".
Mit dem Athener Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter Thanasis Kampagiannis diskutiert der Kieler Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter im NSU-Prozess, Alexander Hoffmann (RAV), über das Verfahren in München und den Prozess in Athen.
Moderation: Annika Eckel, Koordinierungsstelle Lichtenberg

24. April 2015 - 19:30 Uhr
Urania (An der Urania 17, 10787 Berlin) 

Bitte beachten: Eintritt frei bei Anmeldung unter veranstaltung@rav.de
Bei Nichtanmeldung muss leider ein Eintritt von 8 Euro erhoben werden.