Wintersemester 2018/19

01.10.2018

Vortrag am 24.01: Karya. Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland

Im März 1943 begann der deutsche SS-Apparat mit den Deportationen von 48.000 Menschen der jüdischen Gemeinde Saloniki in Vernichtungslager im besetzten Polen. 3.000 unverheiratete jüdische Männer wurden zur Zwangsarbeit innerhalb Griechenlands verschleppt. 300 mussten für eine Eisenbahnstrecke in Karya einen Felshang abtragen, um Platz für ein Ausweichgleis zu schaffen. Wer diesen Einsatz überlebte, wurde erschossen.

Am Donnerstag, dem 24. Januar 2019 stellt Andreas Assael, Sohn überlebender Juden aus Saloniki, 80 Fotoaufnahmen von der Zwangsarbeit von Juden aus Thessaloniki in der Nähe des Ortes Karya im Jahr 1943 vor. Der Vortrag über die Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland findet im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit statt.

Programm

Grußworte
S. E. Theodoros Daskarolis, Botschafter von Griechenland
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Einführung
Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Vortrag
Dipl.-Ing. Andreas Assael: "Karya. Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland"

Moderation
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Um Anmeldung bis 22.01.2019 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten. Eintritt frei.

Geschichtsreise nach Athen: Die griechische Linke seit den 1940ern

Der Verein present:history ist ein Träger historisch-politischer Bildungsarbeit und organisiert Geschichtsreisen, die die Auseinandersetzung mit (Zeit-)Geschichte ermöglichen und aktuelle Themen aus einer historischen Perspektive beleuchten. Im Rahmen der Bildungsreise nach Athen (18.-23. Februar 2019) werden der Widerstand gegen die Nazi-Besatzung von 1941-1944, die Repression und Exilerfahrungen während und nach dem Bürgerkrieg der Jahre 1946-49 und die weitgehende Illegalität bis zum Ende der Militärdiktatur 1974 thematisiert. Während der Reise wird beim Besuch von Museen und historischen Orten das Gespräch mit Historiker*innen und Aktivist*innen gesucht, die sich mit der Geschichte der griechischen Linken beschäftigen. 

Der Verein present:history freut sich über Anmeldungen (und unverbindliche Anfragen) bis 24.12.2018 an: studienreisen[at]present-history.at

Buchvorstellung (17.12.2018): Deutsch-griechische Beziehungen im ostdeutschen Staatssozialismus (1949-1989)

Die deutsch-griechischen Nachkriegsbeziehungen wurden bislang hauptsächlich aus einer bundesdeutschen Perspektive erzählt. Mit der Konferenz „Deutsch-griechische Beziehungen im ostdeutschen Staatssozialismus (1949–1989)“, deren Erträge ein 2017 erschienener Tagungsband dokumentiert, versuchte das CeMoG, die „andere Seite“ dieser Geschichte zu beleuchten. Die Vorstellung dieses Bandes soll gleichzeitig einen Einblick in das komplexe Geflecht der griechisch-ostdeutschen Beziehungen vermitteln: ein Geflecht, das unter anderem aus dem internationalen Agieren der Deutschen Demokratischen Republik, der politischen Emigration unter dem Vorzeichen des „proletarischen Internationalismus“ und den interkulturellen Begegnungen im Spannungsfeld von idealem und real existierendem Sozialismus hervorging. Als Leit- und Verbindungsfaden wird dabei die Biographie eines prominenten DDR-Griechen dienen, dessen Lebensgeschichte die vielfachen Verbindungen und Verknotungen dieses Geflechts auf ideale Weise veranschaulicht.

Am Montag, dem 17. Dezemer 2018 stellte Marco Hillemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CeMoG, den Tagungsband in der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Berlin vor.

VeranstalterDeutsch-Griechische Gesellschaft Berlin
Zeit: Montag, 17. Dezember 2018 um 19 Uhr
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Raum 2091/92, Berlin

Vortrag von Bart Soethaert (8.11.2018): Digitale Verflechtungen: Bibliographien und Biogramme

Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) und das Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin laden im Wintersemester 2018/19 gemeinsam zur Veranstaltungsreihe „Digital | Humanities im Gespräch“ ein. Die in unregelmäßigen Abständen, in der Regel aber an einem Donnerstag Nachmittag, stattfindenden Gespräche werden jeweils rund um die Präsentation aktueller DH-Projekte und konkreter Anwendungen organisiert. Das Kennenlernen neuer Methoden und Ansätze der Digital Humanities wird dabei jeweils in Verbindung gebracht mit aktuellen Theorie- und Forschungsfragen der Geisteswissenschaften.

Digital | Humanities im Gespräch #1: Vortrag von Dr. Bart Soethaert

Digitale Verflechtungen: Bibliographien und Biogramme

Das Centrum Modernes Griechenland der Freien Universität Berlin versteht sich als Knotenpunkt für die Vernetzung der deutsch-griechischen Forschung. Mit der CeMoG-Wissensbasis, die demnächst unter dem Einsatz des Open Encyclopedia System (OES) online gehen wird, wird Forscher/innen, Studierenden und allgemein Interessierten zum ersten Mal ein Instrument an die Hand gegeben, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen seit dem 18. Jhdt. dokumentiert und die wissenschaftliche Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Der Vortrag geht auf die informationstechnische Konzeption und Umsetzung dieses Repositoriums für bibliographische und prosopographische Angaben ein, worauf weitere digitale Publikationen, wie z.B. das Online-Kompendium der deutsch-griechischen Verflechtungen, aufbauen werden.

Donnerstag, 8. November 2018 | 14:00 Uhr c.t.

Freie Universität Berlin 
"Rostlaube" 
Seminarzentrum, Raum L 115 
Habelschwerdter Allee 45 
14195 Berlin

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Hellas Filmbox Berlin im Babylon Kino (16.-20.01.2019)

Το τελευταίο σημείωμα

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Bildquelle: Hellas Filmbox Berlin

Im historischen Babylon Kino findet vom 16. bis 20. Januar 2019 zum vierten Mal in Folge HELLAS FILMBOX BERLIN statt. Neben preisgekrönten Dokumentationen, Kurzfilmen und Virtual Reality Filmen werden auch die spannendsten Newcomer-Werke griechischer Filmemacher präsentiert.

Das Festival startet am Mittwoch, den 16. Januar, 19:30 Uhr, mit dem eindrucksvollen Historiendrama Die letzte Notiz. Regisseur Pantelis Voulgaris, Haupdarsteller Andreas Konstantinou und der deutsche Hauptdarsteller André Hennicke sind im Anschluss an die Vorführung im Babylon Kino in einem Gespräch über den Film zu erleben. In seinem neuesten Film versetzt Pantelis Voulgaris die Zuschauer*innen in ein von der SS betriebenes Konzentrationslager im Athener Vorort Chaidari zur Zeit der deutschen Okkupation. Im Zentrum des dramatischen Geschehens steht eine Gruppe von etwa 200 am 1. Mai 1944 hingerichteten Widerstandskämpfern, sowie Napoleon Sakotzides, der Dolmetscher des deutschen Lagerkommandanten Karl Fischer.

Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung am 16. Januar ist der Auftritt des griechischen Weltstars Maria Farantouri und der deutschen Künstlerin Michaela Meise, die die berühmte Mauthausen Ballade von Mikis Theodorakis singen werden. Der Liederzyklus basiert auf den Texten des Dichters Iakovos Kambanellis, der die KZ-Haft im österreichischen Mauthausen überlebte; er beschreibt die Geschichte einer Liebe im Lager. Theodorakis widmete diese Lieder „allen, die sich der Grausamkeit des Faschismus nicht beugten.“

Als Abschlussfilm des Festivals wird am Sonntag, den 20. Januar, 20:00 Uhr1968 gezeigt, das neueste Werk des Zimt und Koriander-Regisseurs Tassos Boulmetis. Mit viel Humor, Charme und Liebe begleitet Boulmetis’ Dokufiktion die Protagonisten am Abend des legendären Basketball-Finales zwischen AEK Athen und Slavia Prag. 4. Mai 1968.

Weitere Informationen zu den zahlreichen Deutschlandpremieren sowie den Filmen der Wettbewerbs-Sektion "Emerging Greeks Competition" entnehmen Sie bitte dem Festivalprogramm.

HELLAS FILMBOX BERLIN 2019
16.-20. Januar 2019, Babylon Kino

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