Vortragsreihe: Griechenland unter deutscher Besatzung: 1941-1944 (27. Oktober - 8 Dezember, 19:00 Uhr)

20.11.2014

Vortragsreihe (in deutscher Sprache)
gemeinsam mit der Stiftung Topographie des Terrors

Eröffnung: Dienstag, 27. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Topographie des Terrors - Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Flyer mit Informationen zur Vortragsreihe (PDF).
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Centrum Modernes Griechenland (CeMoG)

Griechenland unter deutscher Besatzung (1941-1944)

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Griechenland im Oktober 1940 durch italienische Truppen überfallen. Eine griechische Gegenoffensive drängte die Invasoren zurück. Um dem Achsenpartner Hilfe zu leisten und die südliche Flanke für den geplanten Überfall auf die Sowjetunion zu sichern, befahl Hitler den Angriff auf Griechenland, der am 6. April 1941 erfolgte.

Anfang Juni 1941 war die militärische Besetzung Griechenlands abgeschlossen. Das Staatsgebiet wurde in drei Zonen unter deutscher, italienischer und bulgarischer Besatzung aufgeteilt. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 nahmen deutsche Truppen auch dessen Besatzungszone ein. Insgesamt war die deutsche Besatzungsherrschaft, die auf manchen Inseln bis zur Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 dauerte, blutiger und zerstörerischer als in allen anderen nichtslawischen Ländern. Zu den Opfern gehörten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportierte griechische Juden, Opfer von Vergeltungsmaßnahmen und Massenhinrichtungen, Opfer der Hungersnot im Winter 1941/42 und getötete Geiseln und Gefangene, u.a. des Konzentrationslagers Chaidari/Athen.

Die Stiftung Topographie des Terrors hat gemeinsam mit dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin eine fünfteilige Veranstaltungsreihe konzipiert, die vom 27. Oktober bis zum 8. Dezember 2015 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors stattfindet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Griechenland und Deutschland widmen sich wesentlichen Aspekten der Geschichte Griechenlands in der Zeit der deutschen Besatzungsherrschaft. Auch das Griechenlandbild der Nationalsozialisten gerät in den Blick. Aufgegriffen wird darüber hinaus die Debatte um die Entschädigungsfrage nach 1945, die bis in unsere Tage reicht. Das komplette Programm entnehmen Sie bitte unserer Webseite.

Eröffnung der Vortragsreihe: "Griechenland im Zweiten Weltkrieg"

Dienstag, 27. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Topographie des Terrors - Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin
Vortrag:
Prof. Dr. Hagen Fleischer, Athen
Moderation:
Prof. Dr. Miltos Pechlivanos, Berlin

In seinem Vortrag skizziert Hagen Fleischer den Kriegsverlauf in Griechenland, gibt einen Überblick über die deutsche Besatzungspolitik und diskutiert auch den aktuellen Forschungs- und Wissensstand.

Hagen Fleischer, 1944 geboren, ist Professor em. für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Griechische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Athen. Nach einem Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin war er u.a. wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Akademie der Wissenschaften in Athen und lehrte zunächst an der Universität Kreta. Er hat über hundert wissenschaftliche Veröffentlichungen vorgelegt, darunter die zweibändige Studie Im Kreuzschatten der Mächte. Griechenland 1941–1944 (Okkupation – Resistance – Kollaboration) (1986) sowie den Aufsatz Schuld und Schulden. Der Fall Griechenland „final geklärt“? (Juni 2015). Sein bislang letztes Buch Oi polemoi tis mnimis (2008, 4. Aufl. 2012) untersucht Erinnerung und Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs im Gedächtnis der Welt. Für seine Verdienste um die deutsch-griechischen Beziehungen erhielt er 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie 2010 die Ehrenmedaille der Berliner Freunde der Griechischen Kulturstiftung.

Miltos Pechlivanos ist Professor für Neogräzistik am Institut für Griechische und Lateinische Philologie der Freien Universität Berlin und Direktor des Centrum Modernes Griechenland.


Weitere CeMoG-Veranstaltungen im Herbst



Das Centrum Modernes Griechenland ist eine Einrichtung des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften, ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Stavros Niarchos Foundation.

Stavros Niarchos Foundation

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie Ihre E-Mail-Adresse auf unserer Website www.cemog.fu-berlin.de in den Newsletterverteiler eingetragen haben. Falls Sie unseren Newsletter nicht länger beziehen möchten, nutzen Sie bitte folgenden Link, um sich abzumelden.