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30.01.2019

Zeitzeugenarchiv: Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Zeitzeugenarchiv: Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Seit Sommer 2018 ist das neue audiovisuelle digitale Zeitzeugenarchiv Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland mit über 90 lebensgeschichtlichen Interviews online verfügbar. Für das Vorhaben wurden griechische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der deutschen Besatzung Griechenlands befragt, die aus verschiedensten Regionen des Landes stammen und von unterschiedlichsten Erfahrungen berichten. Die Lebensgeschichten wurden digital aufbereitet und stehen Bildung und Wissenschaft bereit.

Το ψηφιακό Αρχείο «Μνήμες από την Κατοχή στην Ελλάδα» περιλαμβάνει 90 συνεντεύξεις με μάρτυρες της γερμανικής Κατοχής στην Ελλάδα. Οι συνεντεύξεις συνοδεύονται από απομαγνητοφωνημένα κείμενα, φωτογραφίες και αρχειακό υλικό. Η online πλατφόρμα σκοπό έχει να διαφυλάξει τις μνήμες των ανθρώπων αυτών και να τις κάνει ευρύτερα γνωστές.

Das Online-Zeitzeugenarchiv "Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland"

Für das Archiv wurden in ganz Griechenland Personen mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen interviewt: Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter, Shoah-Überlebende, Zeitzeugen von Massakern, Razzien und Vergeltungsmaßnahmen sowie Personen, die schlicht den Besatzungsalltag miterlebten. Alle lebensgeschichtlichen Interviews wurden transkribiert, ins Deutsche übersetzt und mit Schlagworten, historischen Hintergrundinformationen, Fotos, Kurzbiographien, Zusammenfassungen und zusätzlichen Materialien ergänzt. Erweiterte Suchfunktionen ermöglichen eine gezielte Auswahl von historischem Material. Eine Registrierung ist wegen des Schutzes von personenbezogenen Daten erforderlich.

Das Archiv möchte dazu beitragen, die Öffentlichkeit in Deutschland auf die deutsche Besatzung und die während dieser Zeit verübten Kriegsverbrechen in Griechenland aufmerksam zu machen. Für die griechische Gesellschaft stellen die Zeitzeugenberichte ein immaterielles Erbe der Erinnerungskultur zur Besatzung Griechenlands während des Nationalsozialismus dar.

Das Projekt wurde vom Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Nicolas Apostolopoulos und in Kooperation mit der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen realisiert. Der historische Teil des Projekts wurde von Prof. Dr. Hagen Fleischer geleitet. Das Vorhaben wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik, von der Stavros Niarchos Foundation, von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft und von der Freien Universität Berlin gefördert.

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