CeMoG-Newsletter #06: Infrage stellen! Neu beginnen!

25.05.2016

#Editorial

Griechenland Aktuell

„Alles wandelt sich. Neu beginnen / kannst du mit dem letzten Atemzug“ – diese Verse von Bertolt Brecht waren das Motto unserer jüngsten Veranstaltung über Petros Markaris. Kritik, Vision und Optimismus in Zeiten des Wandels und Zweifels, das ist das Motto unseres Frühlings-Newsletters: Es bildet den Ausgangspunkt unserer Podiumsdiskussion zum Thema Konstruktionen der Krise in der deutschen und griechischen Öffentlichkeit; aber auch den Kern der Rede des ehemaligen Premierministers Costas Simitis, der als Ehrengast der 3. CeMoG Lecture am 3. Juni an der FU sprechen wird; und es steht auch im Mittelpunkt des Interviews vom Direktor des CeMoG, Prof. Miltos Pechlivanos gegenüber dem Informationsportal Rethinking Greece: „negative Publicity ist immerhin Publicity; sie bringt mehr Studierende, das Interesse der Öffentlichkeit wächst, wie auch die wissenschaftlichen Studien. Schließlich haben die letzten sieben [Krisen-]Jahre die systematische Erforschung der deutsch-griechischen Beziehungen durch die Neogräzistik wesentlich gefördert …“

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#Lesestoff

Costas Simitis (Frankfurt, 1960)

Costas Simitis, Premierminister 1996-2004 und Ehrensprecher der CeMoG Lecture #03, war nicht nur einer der wichtigsten Reformpolitiker Griechenlands seit 1974, sondern ist ein europäischer Bürger par excellence. Er begleitete aktiv die europäische Entwicklung, ist ein guter Kenner der internen Prozesse der europäischen Politik und ein polyglotter Gelehrter und Autor, der an verschiedenen europäischen Universitäten gelernt und gelehrt hat. Aus seiner Autobiographie Lebenswege (Δρόμοι ζωής, Athen 2015) lesen Sie hier das Kapitel „Studium in Deutschland“ in deutscher Übersetzung.

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#Vorschau

From the snow (Απ’ το χιόνι, 1993)

Eine Auswahl von Veranstaltungen, die das Centrum Modernes Griechenland für die kommende Wochen plant:

:: Konstruktionen der Krise in der deutschen und griechischen Öffentlichkeit — Podiumsdiskussion, 27. Mai 2016

:: CeMoG Lecture #03 mit Costas Simitis: Die Europäische Union – ausweglos? — Vortrag, 3. Juni 2016

:: Lange Nacht der Wissenschaften 2016 — Informationsstand und Podiumsdiskussion, 11. Juni 2016

:: Sommerfest der Edition Romiosini 2016 — Programm rund um die Bücherwelt der Edition Romiosini, 12. Juni 2016

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#Rückschau

Hommage à Petros Markaris

Das CeMoG hat in den vergangenen drei Monaten eine Podiumsdiskussion zum Flüchtlingszustrom in Griechenland koorganisiert und eine Tagung zu Ehren von Petros Markaris veranstaltet. Eine Rückschau.

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#Lesenswert

Sotiris Dimitriou: Lass es dir gut gehen

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verlassen Alexo und ihre jüngste Schwester Sofia ihr griechisches Dorf an der albanischen Grenze, um nach Nahrung zu suchen. Sofia schafft den Rückweg nicht mehr und muss bei Verwandten in einem Nachbarsdorf überwintern – kurz darauf wird die Grenze zwischen Griechenland und Albanien hermetisch abgeriegelt, Sofia für immer von Ihrer Familie getrennt. Fast vierzig Jahre später kann ihr Enkel zusammen mit vielen weiteren Flüchtlingen die Grenze illegal überwinden…

Der Roman von Sotiris Dimitriou, Lass es dir gut gehen (übersetzt von Birgit Hildebrand, 1998/2016) beschreibt das aktuelle Flüchtlingsdrama ebenso wie das Leben dreier Generationen an der Grenze zweier Welten. Der Historiker Marios Papakyriakou, der an der FU Berlin zum Thema der griechischen Migration in das koloniale Ägypten promoviert hat, nimmt Dimitrious Roman zum Anlass für einen Essay über die griechische Migrationsgeschichte.

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#Wissenswert

Stratis Tsirkas (1911-1980)

Warum erst jetzt? Wie ein physischer Tod den vorläufigen ‚Tod‘ eines literarischen Projekts bedeutete, erklärt der Übersetzer, Autor und ehemalige Diplomat Ulf-Dieter Klemm in seinem Bericht zu Stratis Tsirkas‘ Romantrilogie Steuerlose Städte, die durch die Edition Romiosini erstmals in deutscher Übersetzung erschienen ist. Bei dieser Gelegenheit unternimmt er einen kleinen Exkurs in die griechisch-deutschen Literaturbeziehungen und die verlegerische Rezeption eines der bedeutendsten Autoren der griechischen Nachkriegsliteratur.

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#Netzlese

Tagung: Perceptions of history in Germany and Greece: Comparative approaches to narratives in the European context

Es gibt Vorurteile gegenüber ganzen Völkern und Nationen, auch Stereotype, die aus kollektiver historischer Erinnerung abgeleitet sind. Aktuelle Krisen haben diese Voreingenommenheit reaktiviert und in einem neuen Kontext mit neuen Bedeutungen belegt. Die sozialen und politischen Konsequenzen der aktuellen Staatsschuldenkrise haben neue Szenarien von Schuldzuweisungen und Ressentiments geschaffen. Die Schwierigkeit, die komplexen wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu durchschauen, führt zu vereinfachten gegenseitigen Wahrnehmungen, die den europäischen Einigungsprozess gefährden können.

Der Kongress Perceptions of history in Germany and Greece: Comparative approaches to narratives in the European context (Universität Hamburg, 31. März – 2. April 2016) untersuchte solche Zusammenhänge am Beispiel der gegenseitigen Wahrnehmung von Deutschen und Griechen in historischer Perspektive. Die Konferenzvorträge können Sie sich als Videoaufzeichnungen in der Medienplattform der Universität Hamburg anschauen.

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:: Mediathek — Ausgewählte Beiträge zu unseren Veranstaltungen
:: Aussicht
— Unser Blick auf die Welt der deutsch-griechischen Beziehungen
:: Pressemitteilungen — Aktuelle Meldungen vom Centrum Modernes Griechenland
:: Pressespiegel — Medienberichte über das CeMoG

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