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CeMoG-Newsletter #03: Warum in den deutsch-griechischen Beziehungen viel zu tun bleibt...

04.05.2015

#Editorial

Deutsch-Griechisches Jugendforum

„Die größte Illusion ist die Vorstellung, dass sich alles andere von allein ergeben wird, wenn nur die Wirtschaft blüht. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern blühten wie kaum sonst zwischen Ländern. Klassisches Beispiel hierbei ist der Tourismus. Hat das die beiden Völker einander näher gebracht? Das glaube ich nicht. Ich könnte, um ein wenig zu provozieren, sogar behaupten, dass teilweise vielleicht sogar das Gegenteil der Fall ist.“

Dies ist eine der Kernbehauptungen der Lyrikerin, Übersetzerin und Mitarbeiterin im Nationalen Zentrum für Sozialforschung in Athen (ΕΚΚΕ) Maria Topali in einer Rede am 5. November 2014 im Rahmen des „deutsch-griechischen Jugendforums“, die wir hier wiedergeben.

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#Lesestoff

Jannis Palavos, Witz

Eine alte Frau stürzt im Schnee und bricht sich ihr Becken, ein Jahr später sitzt sie als Zwanzigjährige auf einer Bank und unterhält sich mit ihrem Enkel. In den knappen sechs Seiten der Erzählung „Alte Menschen“ von Jannis Palavos werden die immer dagewesene Armut der griechischen Provinz, eine desolate medizinische Versorgung und eine zukunftslose junge Generation dargestellt. Doch nur beiläufig; denn die Erzählungen von Jannis Palavos, für die er die zwei wichtigsten Preise in Griechenland 2013 erhalten hat, den Preis der Zeitschrift Anagnostis und den Staatspreis, zeichnen sich nicht als Wut- oder Anklageschriften aus, sie sind vielmehr mit leichter Hand geschrieben, poetisch, surreal und überaus zärtlich. Die Erzählung, die hier in der Übersetzung von Nikolaos Kaissas erscheint, ist die erste seines sehr positiv aufgenommenen Erzählbandes Witz (Nefeli Publishing, 2012).

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#Vorschau

Unsere nächsten Veranstaltungen

Eine Auswahl von Veranstaltungen, die das Centrum Modernes Griechenland für die kommenden Monate plant:

:: Lange Nacht der Wissenschaften 2015 — Präsentation, 13. Juni 2015

:: CeMoG Lecture #02: Adam Szymczyk — Vortrag, 26. Juni 2015

:: Krieg – Besatzung – Erinnerung. Griechenland und der Zweite Weltkrieg — Veranstaltungsreihe, Oktober-Dezember 2015

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#Rückschau

Workshop: Inside and Outside Southeastern Europe: Perspectives from Greece and Germany on the Region (20.-21. Januar 2015)

In den vergangenen vier Monaten hat das CeMoG sich an der Organisation eines Workshops der Südosteuropa-Gesellschaft beteiligt, seinen Auftrag, seine Methode und Vision im Rahmen einer Tagung der Universität Hamburg zur deutsch-griechischen Wissenschaftskooperation vorgestellt und eine gut besuchte Tagung zum Thema „Deutsch-griechische Beziehungen im ostdeutschen Staatssozialismus 1949-1989“ veranstaltet. Eine Rückschau.

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#Lesenswert

Edition Romiosini / CeMoG

Die Romantrilogie Steuerlose Städte (Ακυβέρνητες πολιτείες, 1961-1965) von Stratis Tsirkas ist ein Meisterwerk der literarischen Moderne, das dank der Förderung der A und A Kulturstiftung fast 45 Jahre nach seiner englischen und französischen Übersetzung im Herbst 2015 auch in deutscher Sprache erscheint. Im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse werden der Übersetzer Gerhard Blümlein, der Literaturwissenschaftler und Direktor des CeMoG, Miltos Pechlivanos, sowie der Lyriker Joachim Sartorius am 23. Oktober 2015 über Tsirkas' Werk und die Edition Romiosini/CeMoG diskutieren.

Als Vorgeschmack auf das Erscheinen der Trilogie möchten wir an dieser Stelle einen Auszug aus der Einleitung von Joachim Sartorius präsentieren.

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#Wissenswert

Griechenland-Stereotype in der deutschen Presse

Wie bereits in unseren vorangehenden Newslettern angekündigt, entwickelt das CeMoG derzeit eine digitale Wissensbasis zum deutsch-griechischen Kulturtransfer. Da es zu den zentralen Anliegen des CeMoG gehört, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Griechenland zu fördern, soll diese nicht zuletzt als Netzwerk und Publikationsplattform für Nachwuchswissenschaftler dienen, die Aspekte der deutsch-griechischen Beziehungen erforschen. Einsendungen und Hinweise auf einschlägige Arbeiten sind jederzeit willkommen.

Als aktuelles Beispiel aus der diesbezüglichen Forschung wollen wir Ihnen die kürzlich abgeschlossene Masterarbeit von Frau Joana Papageorgiou (FU Berlin) zum Thema Griechenland-Stereotype in der deutschen Presse. Die Berichterstattung über die griechische EU-Ratspräsidentschaft im Kontext der Krise vorschlagen.

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#Netzlese

Kontraste: "Griechenland: Deutschland drückt sich um Rückzahlung der Kriegsschulden" (ARD, 12.03.2015)

Mit dem Schaufenster bedient das Centrum Modernes Griechenland eine zunehmende Informationsnachfrage über aktuelle kulturell, politisch oder gesellschaftlich relevante Debatten aus dem Bereich der deutsch-griechischen Beziehungen. Außerdem weisen wir in der Aussicht (mit Archiv) auf externe Veranstaltungen und Ereignisse im Zusammenhang der deutsch-griechischen Beziehungen hin, die wir für empfehlenswert halten. Folgende Beiträge aus Radio und Fernsehen regen über den jeweiligen aktuellen Anlass hinaus zum Nachdenken an:

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:: Mediathek — Ausgewählte Beiträge zu unseren Veranstaltungen
:: Aussicht
— Unser Blick auf die Welt der deutsch-griechischen Beziehungen
:: Pressemitteilungen — Aktuelle Meldungen vom Centrum Modernes Griechenland
:: Pressespiegel — Medienberichte über das CeMoG

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